Bericht Moth EuroCup – Walchensee

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Von 24.-26. Juli trafen sich 34 Segler zum deutschen Act des Moth EuroCup 2015 am bayrischen Walchensee. Die deutsche Flotte war zahlreich vertreten, aber auch aus der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg und natürlich Österreich waren viele Boote angereist.

Am Freitag war vorerst warten angesagt, erst am Trockenen, danach am Wasser. Nach einiger Zeit in der Flaute setzte sich doch noch Wind durch und es konnten drei Wettfahrten gesegelt werden, bevor der Segeltag aufgrund herannahender Gewitter beendet wurde. Unser Präsident Michael Schönleitner erwischte einen guten Start in die Serie und lag nach dem ersten Tag auf dem dritten Zwischenrang. Der SCLW präsentierte sich wie gewohnt ausgezeichnet in der Versorgung seiner Gäste, ein köstliches Buffet versorgte die hungrigen Sportler mit frischer Energie.

Die Vorhersage für Samstag war eher verhalten, Wolken und Nord-Westwind sollten den Tag prägen. Überraschenderweise setzte sich gerade dieser Wind durch und wurde während den beiden Wettfahrten des Tages immer stärker. Bei einem Grundwind von 23 Knoten fegten die stärksten Böen mit bis zu 34 Knoten über den See, auch die starken Dreher vereinfachten das Segeln nicht. Die Flotte überlebte den starken Wind großteils ohne goße Schäden, leider konnte Niki Liebschers Assassin-Umbau den Kräften jedoch nicht standhalten, er musste nach dem Bruch einer Wingbar aufgeben. Nach fünf Wettfahrten lag der Schweizer Chris Rast souverän in Führung, gefolgt von Max Mäge und Michael Schönleitner, nach wie vor auf Platz drei. Für die wahre Sensation des Tages sorgte jedoch der Kärntner Markus Hirsch. Er erwischte eine der starken Böen perfekt und beschleunigte sein Geschoss auf 31,0 Knoten! auch sein Durchschnitt über 10 Sekunden von 30,4 Knoten kann sich sehen lassen, wir gratulieren dem Speedking herzlich!

Der Sonntag war wie aus dem Bilderbuch. Blauer Himmel, gutes Frühstück, gemütlich aufbauen, bei Thermik zum Start, fünf Wettfahrten. Fünf?! Ja, fünf. Durch das flache Wasser des Walchensees und Wind bis ca. 20 Knoten konnten die zwei Runden jeder Wettfahrt jedoch schnell und mit relativ wenig Kraftaufwand absolviert werden. Michael Schönleitner, Träger des roten Trikots des Drittplatzierten, konnte mit starken Einzelergebnissen seine Position halten und wurde blieb starker Dritter. Knapp dahinter segelte Max Stelzl mit zwei dritten Plätzen noch weiter nach vorne und konnte die Trainingspartner Thomas Huber und Carlo Mäge aus Deutschland vom vierten Platz fernhalten. Der Sieg war jedoch bereits vor der letzten Wettfahrt Chris Rast sicher, mit nur einem zweiten Platz bewies er seine ausgezeichnete Form bei seinem ersten Antreten mit seiner neuen Nummer SUI 7 (=siebter Platz bei der letzten WM!). Auf den zweiten Platz segelte sich Max Mäge, gute Höhe auf der Kreuz und viel Geschwindigkeit am Vorwind brachten ihn zu vielen Top 3 Wettfahrten. Mit Platz 14 segelte Markus Hirsch bereits in die erste Hälfte, Doug Culnane schaffte es mit seinem Eigenbau auf Platz 17. Aufgrund Materialbruchs konnte Niki Liebscher nur eine Wettfahrt regulär beenden und landete auf dem 32. Platz.

 

Das nächste Event im Kalender ist neben der Deutschen Meisterschaft am Wittensee die Europameisterschaft in Lelystad, Holland. Wir sind gespannt wie sich unsere Segler im kontinentalen Vergleich schlagen werden!